
Ben Becker
»Gehe bitte von links nach rechts und bleibe in der Mitte stehen,
dafür wirst du bezahlt.«

Die Welt des Ben Becker ist hochtourig: Theater, Fernsehen, Kino und
Werbung, eine Karriere als Musiker und Familienvater, schließlich
seine Rolle als Berliner Society-Bulldozer da bleibt nicht viel
Luft zum Atmen. Dass der Shooting Star eine lange, intensive und sehr
ernsthafte Liebe zu Subkulturen aller Art pflegt, ist hingegen weniger
bekannt. Becker schrieb Liebeslieder an Ulrike Meinhof, in seiner Schöneberger
Lieblingsnachtbar, dem ExnPop, inszenierte Becker mit Freunden
und Kollegen vor Jahren eine Theaterfassung von »Sid & Nancy«,
und auch der Sound seiner Zero Tolerance Band ist gedüngt von der
Suche nach Konfrontation und dem Geist des Berliner Underground.
Als wir Ben Becker fragten, ob er uns für ein langes Gespräch
und ein Foto-Shooting zur Verfügung stehen könnte, waren seine
Tage ausgefüllt von Proben für seine Konzerttournee durch Deutschland.
Er sagte dennoch zu und schlug als Ort für das Interview seine Privatwohnung
in Berlin-Mitte vor. Am heimatlichen Küchentisch, bei Becks
Bier und Lucky-Strike-Zigaretten, präsentierte sich Becker hochkonzentriert
und angriffslustig. Als das Bier schließlich alle war, schlug Ben
vor, ein Konzert von Helmut Zerlett zu besuchen, um dort weiterzutrinken.
Als Schwierigkeit erwies sich lediglich die Wahl der passenden Ausgehkleidung:
Als Frau verkleidet? Mit Anzug und edler Krawatte? Am Ende entschied sich
Becker für den Schlangenlederanzug und Haargel.
Lesen Sie hier das Interview, geführt von Max Dax.
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