Interviews
Interview: Max Dax · Fotos: Fritz Brinkmann · Erschienen in alert #5


 

Ben Becker

»Gehe bitte von links nach rechts und bleibe in der Mitte stehen, dafür wirst du bezahlt.«

Die Welt des Ben Becker ist hochtourig: Theater, Fernsehen, Kino und Werbung, eine Karriere als Musiker und Familienvater, schließlich seine Rolle als Berliner Society-Bulldozer – da bleibt nicht viel Luft zum Atmen. Dass der Shooting Star eine lange, intensive und sehr ernsthafte Liebe zu Subkulturen aller Art pflegt, ist hingegen weniger bekannt. Becker schrieb Liebeslieder an Ulrike Meinhof, in seiner Schöneberger Lieblingsnachtbar, dem Ex’n’Pop, inszenierte Becker mit Freunden und Kollegen vor Jahren eine Theaterfassung von »Sid & Nancy«, und auch der Sound seiner Zero Tolerance Band ist gedüngt von der Suche nach Konfrontation und dem Geist des Berliner Underground.

Als wir Ben Becker fragten, ob er uns für ein langes Gespräch und ein Foto-Shooting zur Verfügung stehen könnte, waren seine Tage ausgefüllt von Proben für seine Konzerttournee durch Deutschland. Er sagte dennoch zu und schlug als Ort für das Interview seine Privatwohnung in Berlin-Mitte vor. Am heimatlichen Küchentisch, bei Beck’s Bier und Lucky-Strike-Zigaretten, präsentierte sich Becker hochkonzentriert und angriffslustig. Als das Bier schließlich alle war, schlug Ben vor, ein Konzert von Helmut Zerlett zu besuchen, um dort weiterzutrinken. Als Schwierigkeit erwies sich lediglich die Wahl der passenden Ausgehkleidung: Als Frau verkleidet? Mit Anzug und edler Krawatte? Am Ende entschied sich Becker für den Schlangenlederanzug und Haargel.


Lesen Sie hier das Interview, geführt von Max Dax.



  Comedian Harmonists

Sass

Ein Lied von Liebe und Tod

 

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